Buchmesse Leipzig: Chill-Out und Anti-Pop (Tag 4)

messe-auflaufMesse-„Auflauf“ am Messe-Freitag (15.03.2013)

Diese Menschenmassen begrüßten uns, als wir am Messe-Freitag relativ spät – unser erster Termin war ja erst um 12:30 Uhr angesetzt – auf der Leipziger Buchmesse ankamen. Doch das ist hier gar nicht Thema, denn über Freitag (Tag 3) habe ich schon ausführlich berichtet.
Nach zwei trotz relativ lockerem Terminkalender recht anstrengenden Tagen beschlossen Lela und ich einstimmig, am Samstag einen messefreien Tag einzulegen und Kraft für den privaten Besuch am Sonntag zu tanken. Der ursprüngliche Plan war eigentlich „etwas länger schlafen, gemütlich frühstücken und dann den Tag nutzen, um viele Rezensionen und so abzuarbeiten“, mit der Umsetzung klappte es dann aber nicht ganz so gut. Wir waren einfach zu kaputt, was auch daran lag, dass die beiden vorhergehenden Nächte nicht besonders schlafergiebig waren, da wir beide den Kopf voll mit allerlei Dingen hatten. Das wirkte natürlich noch nach, sodass wir nach einem (wieder mal kurz gehaltenen) Frühstück direkt wieder unter unsere Hotelbettdecken krabbelten und erstmal zu den Büchern griffen – fest entschlossen, nur ein paar Seiten zu lesen und uns dann aber wirklich an die geplanten Rezensionen zu setzen.

Tja nun, wie man sowohl auf den Schattenwegen als auch auf der Seite von Lela sehen kann, war die Idee eine ganz tolle, scheiterte jedoch am Ende kläglich. Zwar lasen wir tatsächlich nur ein paar Seiten, doch statt uns dann an die Tastaturen zu setzen und wirklich was zu tippen, zogen wir die Decken über den Kopf und schliefen einfach noch eine Stunde. Oder zwei. Oder so. Ich war allerdings zu unruhig, um daraus wirklich Erholung zu schöpfen, sodass ich recht schnell dann doch zum Laptop griff und wenigstens den Messe-Bericht für den dritten Tag unserer Reise zu schreiben. Dafür, dass ich so gar keine Lust hatte, ist mir der Artikel auch gut gelungen, wie ich finde. Aber so ist es meistens, wenn man einmal angefangen hat, dann fließt es einfach so aus einem raus und man kann kaum aufhören, weil immer mehr im Kopf auftaucht, worüber unbedingt noch geschrieben werden muss.

Aber wir haben natürlich nicht ausschließlich rumgegammelt an diesem Samstag, auch wenn es uns schwer fiel, uns für unsere Abendplanung dann wieder aus dem Bett zu bewegen. Doch die Tatsache, dass wir – abgesehen von ein, zwei Mal kurz die Nase vom Balkon halten – nicht einmal an der frischen Luft waren, und natürlich die Aussicht auf einen tollen Abend scheuchte uns dann doch noch mal raus. Für Lela stand ein spontaner Kino-Besuch an (sie hat sich die Verfilmung von „Rubinrot“ angeschaut, Näheres erfragt ihr bitte direkt bei ihr) und ich war natürlich eine Art Ehrengast auf der Quasi-Jungfernfahrt der großen Anti-Pop-Lesenacht, die kommenden Sonntag auch in Hamburg stattfinden wird. Dabei freute ich mich nicht nur auf die Lesungen der einzelnen Titel, sondern auch und vor allem auf das Wiedersehen mit wirklich tollen Menschen, von denen ich einige inzwischen auch als Freunde ansehe.

Passend zur Zielgruppe des Anti-Pop (und des „Stargastes“ Mark Benecke, der sicher auch nicht ganz unschuldig am ausverkauften Laden war) fand die Lesenacht in der Bar „Dark Flower“ statt, wo es wirklich sehr atmosphärisch war. Das Ambiente stimmte und nachdem es anfänglich einige Schwierigkeiten wegen nicht aufgetauchter und nicht erreichbarer Teilnehmer gab, wurde es ein richtig netter Abend – auch wenn zwischenzeitlich mal das Barpersonal ziemlich aus der Rolle fiel und der zeitliche Ablauf etwas unglücklich geplant war. Alles in allem kann man diese Lesung aber als erfolgreich ansehen: Autoren zufrieden, Publikum zufrieden, Verlagschefs zufrieden, Veranstalter zufrieden. Wenn es am Sonntag bei „meiner“ Lesung auch so läuft, dann bin ich glücklich.

Das war’s auch eigentlich schon für den Messe-Samstag, der ja kein wirklicher Messe-Tag war. Zu später Stunde gab es dann wieder FastFood für unsere knurrenden Mägen und gegen eins war dann auch unser Chill-Out- und Anti-Pop-Tag vorbei. Die Nacht wurde wieder kurz, denn Sonntagmorgen stand neben dem Auschecken auch noch das Packen der Koffer an – und ihr macht euch keine Vorstellung, wie viel Arbeit wirklich dahinter steckte. Vielleicht knipse ich noch ein Foto von meinem größtenteils noch unausgepackten Koffer zum Beweis für den letzten Messe-Tages-Bericht … aber nagelt mich bitte nicht drauf fest, wenn dann doch keins dabei ist ;)

Dieser Beitrag ist Teil 4 von 31 aus der Serie: Messeberichte | Zeige alle Teile

Teil 1: Buchmesse Leipzig: Auf zu neuen Horizonten (Tag 1)

Teil 2: Buchmesse Leipzig: Erste Eindrücke und Aussichten (Tag 2)

Teil 3: Buchmesse Leipzig: Lesen, Lauschen und Sitzen (Tag 3)

Teil 4: Buchmesse Leipzig: Chill-Out und Anti-Pop (Tag 4)

Teil 5: Buchmesse Leipzig: Abschied und Freude (Tag 5)

Teil 6: Buchmesse Leipzig 2013: Resümee und Ausblick

Teil 7: fbm13: Ein Gefühl von Nachhausekommen (Tag 0 + 1)

Teil 8: fbm13: Ein weiterer Tiefschlag für das Fantasy-Genre (Tag 2)

Teil 9: fbm13: Ich muss ganz dringend anbauen! (Tag 3)

Teil 10: fbm13: Vom Warten und Plaudern und Stöbern und Freuen (Tag 4)

Teil 11: fbm13: Menschen treffen, Bücher signieren lassen und Abschied nehmen (Tag 5)

Teil 12: fbm13: Buchmessenachwehen – Das Gewinnspiel

Teil 13: Vom Stress mit Umzügen, Buchmessen und Planänderungen

Teil 14: fbm14 – Das Warten hat ein Ende! (Tag 0 + 1)

Teil 15: fbm14 – Der Tag der Messehighlights (Tag 2)

Teil 16: fbm14 – Bloggertreffen und Fantasy-Land in Sicht (Tag 3)

Teil 17: fbm14 – Eiserner Spaß und überraschende Interessen (Tag 4)

Teil 18: fbm14 – Vom Auschecken über Abschiedstränen bis hin zur Vorfreude (Tag 5)

Teil 19: fbm14 – Der große Messerückblick mit Gewinnspiel

Teil 20: fbm15 – Endlich zurück im Bibliophilen-Mekka! (Tag 0 + 1)

Teil 21: fbm15 – Termine, Termine, Termine! (Tag 2)

Teil 22: fbm15 – Viele Fortsetzungen und neue Titel von bekannten Autoren! (Tag 3)

Teil 23: fbm15 – Buchmesse ist Krieg! Und Frieden. (Tag 4)

Teil 24: fbm15 – Schön war’s wieder einmal. Aber … (Tag 5)

Teil 25: lbm16 – Das Abenteuer beginnt (Tag 0)

Teil 26: lbm16 – Lockerer Start in die Messetage (Tag 1)

Teil 27: lbm16 – Termingehetze und trotzdem Zeit für Spontantreffen (Tag 2)

Teil 28: fbm16 – Here we come! (mein Terminkalender)

Teil 29: fbm16 – Entspannter Einstieg in den Messerummel (Tag 0 + 1)

Teil 30: fbm16 – Jede Menge Vorfreude auf neue Titel! (Tag 2)

Teil 31: fbm16 – Begeisterungsstürme und Fieberschübe (Tag 3)


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