Awakening – Terra #1 (Jennifer Alice Jager)

Awakening – Terra #1 (Jennifer Alice Jager)

Klappentext:

Die Natur holt zum Gegenschlag aus.
Nur vier Jugendliche können sie noch aufhalten.

Naturkatastrophen wüten auf der ganzen Welt. In Addys Heimatstadt Orsett zerstören Pflanzen alles und jeden, der ihnen in die Quere kommt. Auf der Suche nach der Ursache trifft Addy einen Jungen, in dessen Nähe die Natur noch viel verrückter zu spielen scheint. Was er ihr offenbart, ist noch schlimmer als das, was die Pflanzen ihrer Heimatstadt angetan haben. Denn dies war erst der Anfang. Terra Mater, die Erde selbst, will dem Tun der Menschen ein Ende setzen und eine bessere Welt erschaffen – ohne sie. Ihr erstes Ziel: die Kraftwerke des Energiekonzerns Elekreen. Dazwischen: Millionen von Menschen, die sie bereit ist zu opfern. Nach einer Vision ahnt Addy: Das Schicksal der Welt liegt in ihren Händen und in denen von drei anderen Jugendlichen, von denen sie ganze Kontinente trennen.


Rezension:

Überall auf der Welt scheint die Natur einen eigenen Willen entwickelt zu haben und spielt völlig verrückt. Eine Katastrophe nach der anderen versetzt die Menschen in Angst und Schrecken. Addy, die leidenschaftliche Naturliebhaberin ist, entdeckt auch in ihrem eigenen Garten seltsame Vorkommnisse. Als London ganz in der Nähe ihres idyllischen Heimatortes auf unerklärliche Weise angegriffen wird und dann auch noch die Erde anfängt zu beben, weiß Addy sofort, dass die Natur anfängt, sich gegen die Misshandlungen durch die Menschheit zu wehren und ihr Revier zurückzuerobern. Inmitten ihrer Überlegungen begegnet sie ihrem Mitschüler Casimir, mit dem sie nie viel zu tun hatte, der sich aber eindeutig merkwürdig verhält. Trotzdem ist sie fasziniert von ihm und macht sich gemeinsam mit ihm auf den Weg nach London, um der Sache auf den Grund zu gehen. Währenddessen finden sich auch drei andere Jugendliche quer über die Welt verteilt vor den Trümmern ihrer Heimatstädte wieder und machen sich ihrerseits auf die Suche nach Antworten. Noch ahnen sie nicht, dass sich ihre Wege in nicht allzu ferner Zukunft kreuzen werden und es in ihrer Hand liegt, nicht nur die Menschen, sondern auch die Natur zu retten.

Nicht erst seit der Fridays-for-Future-Bewegung wird immer wieder auf die brisante Thematik des Klimawandels hingewiesen. Verschiedene Organisationen versuchen seit Jahrzehnten schon in kleinen Schritten, etwas fürs Klima und für die Natur zu tun. Jetzt hat die Klimakrise auch die Literatur erreicht und Jennifer Alice Jager packt das Problem direkt an der Wurzel. In Awakening wird die Misshandlung und Ausbeutung der Natur aus Profitgier greifbar und erschreckend realistisch dargestellt. Der Auftaktband hat die unleidliche Aufgabe, der Leserschaft erst einmal möglichst viele Informationen zu liefern, allem voran die relevanten Charaktere, die nicht gleich als solche erkennbaren Antagonisten und die unterschiedlichen Schauplätze. Dadurch wirkt Terra #1 an mancher Stelle etwas langatmig, findet aber immer wieder Möglichkeiten, den Leser bei Laune zu halten. Mit Spannung und großartig beschriebenen Bildern wird die Geschichte greifbar und nachvollziehbar, und oft muss man sich während der Lektüre auch irgendwie selbst einer Schuldfrage stellen. Durch die wechselnden Perspektiven der vier grundverschiedenen Hauptcharaktere erhält man auch Einblicke in die unterschiedlichen Phasen des Kampfes der Natur gegen die Menschen in anderen Teilen der Welt. Auch hier greift die Autorin auf bildgewaltige Sprache zurück und versetzt nicht nur ihre Charaktere in Angst und Schrecken. Viel zu nah bewegt sich die Geschichte an der Wirklichkeitsgrenze.

Trotz der vielen Informationen ist Awakening eine kurzweilige Lektüre, die aber auch noch viel Luft nach oben lässt. Zeitweise erinnert die Informationsflut eher an die Einleitung eines wissenschaftlichen Buches, in dem die wichtigen Details in eine jugendliche Story eingebunden sind. Nachdem nun aber eine Grundlage geschaffen ist, werden die Folgebände hoffentlich noch mehr Erzählkraft bieten, dabei aber nicht die Ernsthaftig- und Dringlichkeit des Grundthemas verlieren. Man darf sich darauf freuen, die drei anderen Jugendlichen neben Addy noch besser kennen zu lernen, da ihre Kapitel verhältnismäßig kurz sind, und natürlich bleibt die Frage spannend, wie sich am Ende alles entwickeln wird – und vielleicht werden neue Ansätze zur Abwendung einer wie in der Terra-Quadrologie beschriebenen Katastrophe geliefert. Eine Leseempfehlung nicht nur für Jugendliche, sondern für alle Menschen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen möchten.


Fazit:

Brandaktuell und mit notwendiger Dramatik eröffnet Jennifer Alice ihre Terra-Quadrologie. Als Auftakt ist Awakening trotz einiger Längen ein solider Start, der das Thema Klimakrise geschickt aufgreift und dabei mit tollen, sprachgewaltigen Bildern eine beängstigende Kulisse, die viel zu nah an der Wahrheit liegt, als die meisten Menschen wahrhaben wollen.


Fazit:

Brandaktuell und mit notwendiger Dramatik eröffnet Jennifer Alice ihre Terra-Quadrologie. Als Auftakt ist Awakening trotz einiger Längen ein solider Start, der das Thema Klimakrise geschickt aufgreift und dabei mit tollen, sprachgewaltigen Bildern eine beängstigende Kulisse, die viel zu nah an der Wahrheit liegt, als die moisten Menschen wahrhaben wollen.


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