Leselaunen 2021 #4 – Seifenblasenleben auf Zeit?

Die Leselaunen sind eine Aktion, die mittlerweile die liebe Jill vom Letterheart Bücherblog hostet. Bei dieser Aktion geht es darum, die eigene Leselaune einmal die Woche zu reflektieren. Neben der normalen Leseliste ist dies eine schöne Möglichkeit, Stimmungen festzuhalten und den Fortschritt der eventuell vorhandenen Leseplanung zu beobachten. Und es hilft sicherlich auch beim späteren Schreiben der Rezensionen, denn ich gehöre leider nicht zu denjenigen, die sich während des Lesens Notizen machen. Sollte ich mir vielleicht mal angewöhnen.

Aktuelles Buch

Wie zu erwarten war, habe ich natürlich erst mal den zweiten Band der „Grisha“-Trilogie beendet. Das ging auch ziemlich flott, bereits Freitagabend im Bett konnte ich die letzten Seiten von „Eisige Wellen“ lesen und habe das Buch somit binnen zweier Tage inhaliert. Da demnächst schon das neue Buch von Leigh Bardugo erscheint, ich aber auch ein paar terminrelevante Titel auf der April-Leseliste habe, muss ich mal schauen, wann es für mich zurück ins GrishaVerse geht. Große Lust habe ich auf jeden Fall, und ich muss dringend wissen, wie es weitergeht!

Auch das Wochenende war dann recht leseintensiv und ich habe sowohl Samstag als auch Sonntag jeweils ein Buch gelesen – „Lea und das Labyrinth der Zeit“ hat mich leider ziemlich enttäuscht, da Michael Engler zwar einen gut lesbaren Schreibstil hat, das Potential der Geschichte aber nur in Ansätzen ausgeschöpft wurde. Mehr dazu könnt ihr auch schon in der Rezension lesen, dort berichte ich etwas ausführlicher.

„Uncovered – Dein Selfie zeigt alles“ hat mich dann von Samstagabend bis Sonntagmittag unterhalten und auf ganz unterschiedliche Weise aufgeregt. Zum einen ist das Thema natürlich sehr brisant, wobei mir bei der Umsetzung einiges fehlte; zum anderen hat Ilona Einwohlt warum auch immer das C-Wort immer mal wieder eingeflochten, obwohl es rein gar nichts mit der Entwicklung der Geschichte zu tun hat. Ist trotzdem ein wichtiges Buch, das von Lehrern durchaus als Unterrichtslektüre in Betracht gezogen werden sollte.

Nach knapp drei Tagen Lesepause, während der ich meine Freizeit dann doch wieder der Flimmerkiste gewidmet habe, habe ich gestern Nachmittag das grandiose Frühlingswetter genutzt und im Garten der Wahlfamilie endlich mit „Wenn ich die Augen schließe“ begonnen. Im Gegensatz zu den anderen Büchern von Ava Reed, die ich bisher gelesen habe, finde ich nach etwa 65 Seiten noch nicht so richtig in die Geschichte, und leider ist mir Norah überhaupt nicht sympathisch. Ich verlasse mich daher einfach mal auf meine bisherigen Ava-Erfahrungen und hoffe, dass der Funke noch überspringt.

Momentane Lesestimmung

Ehrlich gesagt, bin ich derzeit ein wenig überfordert mit all den neuen Büchern, die bei mir eingezogen sind und teilweise Terminfristen haben, zu denen sie nicht nur gelesen, sondern auch rezensiert sein müssen. Zusätzlich habe ich für April zwei BuddyReads ausgemacht, die ich auch wahrnehmen möchte – der positive Nebeneffekt: Ich muss wirklich jeden Tag lesen und das eine Buch gehört zu denen mit Terminfrist. Außerdem haben die Verlage diese Woche alle damit begonnen, ihr Herbstprogramm zu veröffentlichen, und auweia, ich muss definitiv anbauen, denn da kommen einfach so unfassbar viele Highlights, die alle gelesen werden wollen. Aber eins nach dem anderen, die Ostertage werde ich – neben dem Lektorat und dem Testlesemanuskript – nutzen und mal eine Terminübersicht für mich aufstellen, was bis wann gelesen und besprochen sein muss. In der Entscheidung, zu welchem Buch ich wann greife, bin ich trotzdem relativ frei.

Zitat der Woche

„Dafür, dass du so klein bist, hast du ’ne ganz schön große Klappe.“
„Und für ein Arschloch hast du ganz schön viele Haare.“
(aus „Uncovered – dein Selfie zeigt alles“ von Ilona Einwohlt)

Und sonst so?

Momentan läuft es irgendwie schon wieder viel zu gut und zu reibungslos. Lilly hat ihren Eingriff so gut überstanden, dass wir bereits am Dienstag die Medikamentengabe zu Hause absetzen konnten. Heute lag mein neuer Arbeitsvertrag im Briefkasten (noch ein Punkt, der am Osterwochenende auf die To-Do-Liste muss) und die Einsatzverlängerung wurde am Montag ebenfalls unterschrieben. Seit den letzten Leselaunen habe ich nicht nur einiges gelesen, sondern war auch für den Blog ziemlich produktiv, außerdem kommen wieder mehr Besucher, wenn man den Zahlen in der Statistik glauben darf. Und obwohl es heute wieder grau und verhältnismäßig kalt ist und die nächsten Tage auch schon wieder Regen angekündigt ist, hat sich der Frühling für ein paar Tage mit fast schon sommerlichen Temperaturen blicken lassen, was mich sehr glücklich gemacht hat. Ja, und irgendwie warte ich derzeit auf den nächsten Hammer, der diese kleine Seifenblase wieder zerstört.

Zum Corona-Thema will ich gar nicht viel sagen, denn ich habe das kommen sehen. Ob die ab morgen in Kraft tretenden neuen Regeln was bringen, wird sich zeigen, aber ich denke, dass wir auch dieses Jahr kein normales gesellschaftliches Leben mehr haben werden. Frühestens zum Herbst, wenn die Impfungen endlich mal vorangehen. Ich habe das große Glück, nicht allzu sehr eingeschränkt zu sein. Natürlich vermisse ich die Freitagskaraoke jede Woche ein bisschen mehr und würde gerne mal wieder auswärts essen und was trinken gehen, aber ansonsten ist mein Leben nicht so viel anders geworden. Wobei ein Familienbesuch mal wieder angebracht wäre, derzeit mag ich aber gar nicht reisen und meide auch, soweit es geht, die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel. Bleibt abzuwarten, wie sich alles weiter entwickelt, aber wir können halt nur einen Tag nach dem anderen nehmen.

Wie geht es euch eigentlich momentan und im Allgemeinen? Ich weiß ja, dass ihr eher kommentierfaul seid, aber vielleicht mag ja der eine oder andere doch auch erzählen, was gerade so im Leben und im Leseleben passiert.

Das waren meine Leselaunen für die aktuelle Woche. Ich hoffe, sie haben euch gefallen und wir sehen uns (spätestens) nächste Woche wieder hier. Würde mich freuen :)


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eine Kommentar
  1. Nicole sagt:

    Hallo :)

    Ich musste jetzt schmunzeln, weil es schon stimmt, dass ich hier eher kommentarfaul bin. Daher lasse ich mal meinen Senf hier.

    Mir geht es gut und ich darf echt nicht klagen. Aber seit ein paar Tagen hat sich bei mir eine Coronamüdigkeit eingestellt, die mich ein bisschen niederdrückt. Normalerweise bemühe ich mich stark darum, Zuversicht und Optimismus zu versprühen, weil es schlechte Laune auch nicht besser macht. XD Moment fällt es mir schwer.

    Aber das wird sich alles wieder einrenken. Und am Tag, an dem ich endlich geimpft bin, mache ich eine Flasche Schampus auf. :D Angeblich wird bei uns in Ö bis zum Sommer (in den nächsten 100 Tagen) jeder geimpft, der das will. Noch kann ich nicht daran glauben.

    Egal, egal. Meine Bücher sind dafür toll. :D

    Schöne Ostern & liebe Grüße,
    Nicole

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