Leselaunen 2021 #5 – Rückkehr zum multimedialen Lesen

Die Leselaunen sind eine Aktion, die mittlerweile die liebe Jill vom Letterheart Bücherblog hostet. Bei dieser Aktion geht es darum, die eigene Leselaune einmal die Woche zu reflektieren. Neben der normalen Leseliste ist dies eine schöne Möglichkeit, Stimmungen festzuhalten und den Fortschritt der eventuell vorhandenen Leseplanung zu beobachten. Und es hilft sicherlich auch beim späteren Schreiben der Rezensionen, denn ich gehöre leider nicht zu denjenigen, die sich während des Lesens Notizen machen. Sollte ich mir vielleicht mal angewöhnen.

Aktuelles Buch

Ich traue mich kaum, es zu sagen, aber tatsächlich habe ich „Wenn ich die Augen schließe“ nur ein wenig weitergelesen und bin erst knapp bei der Hälfte. Irgendwie packt es mich immer noch nicht und ich finde weiterhin keinen richtigen Zugang zur Geschichte und zu den Charakteren. Was extrem schade ist, da mich die Bücher von Ava Reed bisher immer sehr eingenommen haben. Ich habe aber fest vor, es spätestens am Wochenende wieder zur Hand zu nehmen und zu beenden, sonst starrt es mich weiterhin die ganze Zeit vorwurfsvoll an.

Nachdem ich dann Karfreitag und Ostersamstag den ersten Durchgang für ein 260 Seiten langes Manuskript erledigt habe, habe ich daher zu „Only One Song“ von Anne Goldberg gegriffen, das ich dank des Hörbuchs auf Spotify gestern Mittag beenden konnte. Schon die ersten Seiten konnten mich sehr gut unterhalten, und durch den Mix aus Lesen des eBooks und Hören verflog auch der Rest des Buch ziemlich schnell, trotz einiger Längen. Den heutigen Feierabend habe ich dann zum zweiten Band „Only One Letter“ eingeläutet, kann aber noch nicht viel dazu sagen, weil ich noch nicht allzu weit gekommen bin. Der Einstieg gefällt mir aber wieder sehr gut und ich bin optimistisch, die Rezensionsfrist bis Sonntag ohne Probleme einhalten zu können.

Und da ich tatsächlich wieder Gefallen am Hörbuch gefunden habe, entschied ich mich nach Blick auf meine sonstige Leseplanung für April kurzerhand, mir auch „Breakaway“ quasi vorlesen zu lassen. Während ich diesen Artikel schreibe, läuft gerade schon Kapitel 20, und trotz einiger langatmiger Stellen mag ich den bisher unaufgeregten Schreibstil von Anabelle Stehl. Ein besonderer Pluspunkt ist der Schauplatz Berlin, wodurch einige Locations vor meinem inneren Auge zum Leben erwachen und so ein ganz anderes Hörvergnügen bereiten.

Momentane Lesestimmung

Zugegeben, ich hätte nicht erwartet, dass ausgerechnet ein Ava-Reed-Buch wieder eine dezente Leseflaute auslösen würde. Aber so ist es nun mal. In den letzten Tagen habe ich mich daher schon wieder sehr leicht von meiner aktuellen Serie ablenken lassen, aber da ich den Rewatch gestern beendet habe, stehen die Chancen gut, dass ich in nächster Zeit nach Feierabend wieder öfter zum Buch greife. Tatsächlich habe ich aber die Vorteile von Hörbüchern wiederentdeckt und lasse mich seit zwei Tagen während der Bildschirmarbeit statt mit Alternative-Musik von Geschichten unterhalten. Auf diese Weise komme ich auch bei meinen terminrelevanten Büchern voran und kann ohne allzu schlechtes Gewissen abends die Glotze einschalten, während ich am Laptop noch ein wenig an Blogartikeln tippe. Oder es zumindest versuche.

So sind einige Tage ohne (viel) Lesen vergangen, wobei ich am Wochenende auch ziemlich produktiv war, und grundsätzlich habe ich durchaus auch Lust darauf, zwischen den Seiten zu versinken. Ich schätze, ich habe mich einfach ein wenig übernommen und die terminrelevanten Bücher brechen mir ein wenig das Genick. Bis jetzt habe ich auch die beiden BuddyReads noch nicht in Angriff genommen, und gerade heute ist auch der nächste Leserundentitel bei mir eingetroffen. Zum Glück sind die Leserunden aber relativ locker gestaltet, sodass ich jederzeit einsteigen kann – und auf das Buch freue ich mich schon extrem, weil es entgegen der sonstigen sehr liebeslastigen Lektüre in diesem Monat ein bisschen Psychospannung mitbringt.

Zitat der Woche

Das Leben hinterlässt bei uns allen Narben, gute und schlechte, tiefe und kleine. Die auf der Haut und die in uns drin. Meine Narbe erinnert mich daran, dass man nicht immer gewinnen kann, egal, wie sehr man kämpft.
(aus „Wenn ich die Augen schließe“ von Ava Reed)

Und sonst so?

Sonst gibt es eigentlich nichts Neues zu berichten. Ich habe das lange Wochenende sehr genossen, war auch ein wenig produktiv und bin ansonsten schon wieder voll im Alltagsmodus. Die Tage fließen irgendwie ineinander, ohne dass sich irgendwas Nennenswertes tut. Nächste Woche feiere ich bereits den zweiten Corona-Lockdown-Geburtstag. Da ich mir mittlerweile nicht mehr großartig was aus diesem Tag mache und es eigentlich auch ein Tag wie jeder andere ist – Arbeit, Garten, Couch -, wenn auch hoffentlich mit Kuchen, ist das nicht weiter tragisch. Obwohl ich nach fast neun Monaten eigentlich auch mal wieder meine Familie besuchen würde. Na ja, es ist, wie es ist, und ich werde auch so das Beste aus dem Tag machen.

Ansonsten habe ich tatsächlich nichts zu erzählen. Die Fellnasen sind wohlauf, wobei Chase immer noch humpelt, mein neuer Arbeitsvertrag liegt noch nicht unterschrieben auf meinem Schreibtisch, der Blog erfreut sich frischen Windes und ich freue mich auf spannende Buchpost in den nächsten Tagen. Meine Leseliste für April stet zwar schon fest, aber im Mai werde ich auf jeden Fall ein paar Tage Urlaub haben und spätestens dann werde ich ausschließlich das lesen, worauf ich Lust habe. Bis dahin muss ich wohl in den sauren Apfel beißen und zu den Büchern greifen, bei denen mir Fristen im Nacken sitzen, was okay ist, denn auch auf die habe ich Lust. Irgendwie fuchse ich mich da durch, wie ich es immer getan habe und auch weiterhin tue.

Das waren meine Leselaunen für die aktuelle Woche. Ich hoffe, sie haben euch gefallen und wir sehen uns (spätestens) nächste Woche wieder hier. Würde mich freuen :)


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