Leselaunen 2021 #22 – Besuch, Lesezeit, Gesprächsbedarf und ein bisschen Action

Die Leselaunen sind eine Aktion, die mittlerweile die liebe Jill vom Letterheart Bücherblog hostet. Bei dieser Aktion geht es darum, die eigene Leselaune einmal die Woche zu reflektieren. Neben der normalen Leseliste ist dies eine schöne Möglichkeit, Stimmungen festzuhalten und den Fortschritt der eventuell vorhandenen Leseplanung zu beobachten. Und es hilft sicherlich auch beim späteren Schreiben der Rezensionen, denn ich gehöre leider nicht zu denjenigen, die sich während des Lesens Notizen machen. Sollte ich mir vielleicht mal angewöhnen.

Aktuelle Lektüre(n)

Ich kann euch sagen, „Marilu“ hat mich vor eine ganz schöne Herausforderung gestellt. Meine Erwartungen an Tania Witte waren hoch und ich bin auch fast eine Woche nach dem Beenden der Lektüre noch nicht so ganz sicher, wie ich es fand. Werde es wohl noch ein bisschen sacken lassen müssen, bevor ich mich an die Rezi setzen kann.

Ähnlich verhält es sich mit „What if we Trust“, dem Abschlussband der University of British Columbia-Trilogie von Sarah Sprinz. Nachdem mich die ersten beiden Teile komplett abholen konnten, habe ich zu Hope und Scott keinen richtigen Zugang finden können. Während einige Dinge zu ausführlich beleuchtet und ständig erwähnt wurden, kamen andere Punkte in meinen Augen viel zu kurz. Trotzdem habe ich die Lektüre sehr genossen und bin jetzt gespannt, was uns als nächstes aus der Feder der Autorin erwartet – leider erst 2022, aber es ist ja nicht so, dass man nichts zum Lesen hätte, um die Wartezeit zu verkürzen.

Entgegen der Planung, direkt mit dem ersten Titel meiner August-Leseliste zu starten, habe ich erst mal noch schnell die Bände acht und neun von „Luzifer Junior“ dazwischen geschoben – schließlich wird Luzie nächste Woche schon zehn, da wurde es mal Zeit, ein bisschen aufzuholen. „Ein Geschenk aus der Hölle“ habe ich aus Versehen an einem Abend gelesen, und das Buch hat mich ehrlich gesagt ein bisschen überrascht, weil es verhältnismäßig doch sehr brutal ist. Der (von Raimund Frey gezeichnete) Cliffhanger hat mich dann aber auch gleich zu „Ein Dämon im Klassenzimmer“ greifen lassen, und hier lässt Jochen Till wieder seinen wunderbaren Humor spielen. Die noch verbleibenden knapp 70 Seiten werde ich wohl heute Abend lesen – und vielleicht ist Band 10, der auch schon hier liegt, anschließend auch gleich fällig.

Momentane Lesestimmung

Trotz des Besuchs aus Berlin bin ich am Wochenende erstaunlich viel zum Lesen gekommen, womit ich nicht gerechnet hatte, was mich aber in vielerlei Hinsicht sehr glücklich gemacht hat. Es ist einfach eine Wohltat, wenn man mit anderen Menschen zusammensitzen und lesen kann, ohne dass es unangenehm wird. Und dass die Seiten mir momentan förmlich entgegen fliegen, macht die ganze Sache noch schöner, denn natürlich sind auch in den letzten Tagen wieder einige Bücher eingezogen und wollen zeitnah gelesen werden. Eventuell muss ich meine Leseplanung noch mal umwerfen, aber das schaue ich dann zu gegebener Zeit. Zum Glück sind die meisten meiner Verlagskontakte geduldig und es ist okay, wenn ich mir für ein Rezi-Exemplar mal ein bisschen länger Zeit lasse.
Insgesamt kann ich aber sagen, dass ich momentan große Lust zum Lesen habe und die auch in jeder möglichen Minute auslebe.

Zitat der Woche

„Lass dir nie erzählen, deine Gefühle seien falsch. Oder zu viel. Nichts, was du fühlst, ist zu viel. Oder übertrieben oder unangebracht. Es ist alles echt. Es hat alles seinen Grund, und wenn du es unterdrückst, kommt es nur noch geballter zurück.“
(aus „What if we Trust“ von Sarah Sprinz)

Und sonst so?

Uff, und sonst so … mich beschäftigen derzeit schon wieder viele Dinge gleichzeitig, manche sind irgendwie auch miteinander verbunden, und ich habe so viele Ideen für Artikel, dass ich bald eine Liste mit Stichpunkten machen muss, um sie aus meinem Kopf zu bekommen, bevor er explodiert. Einiges hat sich in den letzten Tagen ein bisschen reguliert, nachdem ich mit zwei Freundinnen darüber gesprochen habe, aber mir stehen auch noch ein, zwei klärende Gespräche bevor, um die Sache(n) wirklich abhaken zu können.

Auch auf der Arbeit habe ich diese Woche das Gespräch mit meinem Chef gesucht, weil es ein paar Dinge gab, mit denen ich nicht so ganz einverstanden war bzw. die ich aus meiner Sicht schildern wollte. Für den Moment ist das also erst mal geklärt, aber ich bin nicht sicher, ob es damit tatsächlich auch schon erledigt ist. Nächste Woche werden ein paar Steine ins Rollen gebracht, die vielleicht – hoffentlich – auch ein wenig Veränderung mit sich bringen werden. Also wie so oft abwarten und Tee trinken. Oder Kaffee. Oder Wasser.

Hamburg hat außerdem endlich auch mal ein bisschen mehr Regen abbekommen, wofür ich sehr dankbar bin. Jetzt darf es aber auch langsam noch mal Sommer werden, zumindest im erträglichen Rahmen. Temperaturen um die 30 Grad brauche ich persönlich nicht mehr, aber so ein bisschen Sonne wäre schon schön.

Chase hatte am Sonntag eine kleine Auseinandersetzung mit einem anderen Hund (er selbst hat nichts abgekriegt) und ich muss die Tage noch mal bei der Versicherung anrufen und nach dem aktuellen Stand fragen. Von der unkomplizierten telefonischen Schadensaufnahme war ich sehr angenehm überrascht, und jetzt hoffe ich, dass sich die Verletzungen des anderen Hundes schnell bessern und es keine größeren Kreise nach sich zieht.

Ansonsten gibt es nicht viel Neues zu berichten. Reicht ja auch, oder?

Das waren meine Leselaunen für die aktuelle Woche. Ich hoffe, sie haben euch gefallen und wir sehen uns (spätestens) nächste Woche wieder hier. Würde mich freuen :)

Dieser Beitrag ist Teil 22 von 28 aus der Serie: Leselaunen 2021 | Zeige alle Teile

Teil 1: Leselaunen 2021 #1 – Ein Wiederbelebungsversuch

Teil 2: Leselaunen 2021 #2 – Berufswirrwarr vs. Bingewatching

Teil 3: Leselaunen 2021 #3 – Über richtiges Timing, Wiedereinstieg und Fellnasen

Teil 4: Leselaunen 2021 #4 – Seifenblasenleben auf Zeit?

Teil 5: Leselaunen 2021 #5 – Rückkehr zum multimedialen Lesen

Teil 6: Leselaunen 2021 #6 – Leseflaute und Hörhoch

Teil 7: Leselaunen 2021 #7 – Booknerdproblems hoch zwei

Teil 8: Leselaunen 2021 #8 – Wenn man mehrgleisig fährt

Teil 9: Leselaunen 2021 #9 – wellenförmiges Auf und Ab

Teil 10: Leselaunen 2021 #10 – Leseflaute ahoi!

Teil 11: Leselaunen 2021 #11 – Licht am Leseflautenhorizont

Teil 12: Leselaunen 2021 #12 – Putz- und Schreib- statt Lesemarathon

Teil 13: Leselaunen 2021 #13 – Neuer Monat, neuer Job, neue Lektüre

Teil 14: Leselaunen 2021 #14 – Von Lesewagnissen und Wetterfühligkeiten

Teil 15: Leselaunen 2021 #15 – Müde, müde, müde!

Teil 16: Leselaunen 2021 #16 – Ein leichtes Lesehoch und ein sehr dünnes Nervenkostüm

Teil 17: Leselaunen 2021 #17 – Zum Monatsende noch mal mit Vollgas durchs Bücherregal

Teil 18: Leselaunen 2021 #18 – Schwere Lektüre und schweres Gemüt

Teil 19: Leselaunen 2021 #19 – Zehn Jahre Schattenwege und kein Gewinnspiel

Teil 20: Leselaunen 2021 #20 – Stimmungsachterbahn, aber mit guter Lektüre

Teil 21: Leselaunen 2021 #21 – Manchmal ist Stabilität alles

Teil 22: Leselaunen 2021 #22 – Besuch, Lesezeit, Gesprächsbedarf und ein bisschen Action

Teil 23: Leselaunen 2021 #23 – Hölle, Sex und viel zu realistische Dystopien

Teil 24: Leselaunen 2021 #24 – Instajail, Außendienst und diverse Neuzugänge

Teil 25: Leselaunen 2021 #25 – Produktive Lesezeit und Impfnachwehen

Teil 26: Leselaunen 2021 #26 – Schlagfertige Nerds und schwere Kost

Teil 27: Leselaunen 2021 #27 – Jede Menge Musik und Debüts

Teil 28: Leselaunen 2021 #28 – Keine Lust auf irgendwas


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