Leselaunen 2021 #16 – Ein leichtes Lesehoch und ein sehr dünnes Nervenkostüm

Die Leselaunen sind eine Aktion, die mittlerweile die liebe Jill vom Letterheart Bücherblog hostet. Bei dieser Aktion geht es darum, die eigene Leselaune einmal die Woche zu reflektieren. Neben der normalen Leseliste ist dies eine schöne Möglichkeit, Stimmungen festzuhalten und den Fortschritt der eventuell vorhandenen Leseplanung zu beobachten. Und es hilft sicherlich auch beim späteren Schreiben der Rezensionen, denn ich gehöre leider nicht zu denjenigen, die sich während des Lesens Notizen machen. Sollte ich mir vielleicht mal angewöhnen.

Aktuelle Lektüre(n)

Nach fast zwei Wochen konnte ich endlich, endlich „Der Schlüssel aller Seelen“ von Jeremy Lachlan beenden. Den ersten Band habe ich seinerzeit innerhalb von zwei oder drei Tagen gelesen, und es tat mir so leid, dass ich nicht die nötige Ruhe und Zeit gefunden habe, um auch den zweiten Band richtig genießen zu können. Trotzdem hat mir auch dieses Abenteuer wieder gut gefallen, und ich werde mal schauen, ob ich nicht die Rezension in den nächsten Tagen schreibe.

Ziemlich spontan griff ich dann zu „Long Distance Playlist – Bis wir uns wiedersehen“ von Tara Eglinton, und das war genau die richtige Entscheidung, denn dieses Buch war perfekt für eine schnelle, unterhaltsame, aber auch ernsthafte Lektüre. Samstagnachmittag begonnen, Sonntagvormittag beendet – ich weiß nicht, mit welchem Buch es mir zuletzt so ging. In jedem Fall kann ich schon jetzt eine Empfehlung aussprechen und bevor ich mich an die Rezi setze, was ich bald tun muss und werde, mache ich mich noch auf die Suche nach den Playlisten, die ein wichtiger Bestandteil des Buches und der Geschichte sind. Ausführlicher werde ich dann demnächst in der Rezension berichten.

Anschließend dachte ich mir, ich schiebe mal einen schnellen Thriller dazwischen. Tja, na ja, was soll ich sagen? „Augen ohne Licht“ von S.K. Tremayne hat einen unglaublich spannenden Plot, ich komme aber mit der Umsetzung nicht so recht klar. Es wird viel wiederholt und aus einer Art innerer Sicht erzählt, woran man sich erst mal gewöhnen muss, und da der Kurzthriller nur knapp 100 Seiten hat, bleibt dafür nicht viel Zeit. Der Einstieg fiel mir schwer, sodass ich erst die Hälfte gelesen habe und eigentlich keine große Lust verspüre, überhaupt weiterzulesen. Mache ich aber direkt heute Abend und vielleicht beende ich es dann auch direkt.

Und schließlich bekam ich bereits letzte Woche Freitag Lust, mal wieder ein Hörbuch während der Bildschirmarbeit zu hören, und entschied mich für den zweiten „Kaleidra“-Band. Der erste hatte mich seinerzeit ziemlich herausgefordert und ich hatte gehofft, dass „Wer die Seele berührt“ mit etwas weniger wissenschaftlichen, alchemistischen Details auffahren würde. Diese Hoffnung wurde erfüllt und so habe ich heute Morgen das Hörbuch beendet und fühlte mich gut unterhalten, obwohl ich teilweise meine Schwierigkeiten mit der Betonung der Sprecherin hatte. Beim Blättern im Buch habe ich auch festgestellt, dass für das Hörbuch anscheinend einige Änderungen vorgenommen wurden, was der Geschichte aber nicht geschadet hat. Mehr dazu werdet ihr auch hier in der Rezension erfahren, die ich bis Monatsende liefern werde.

Momentane Lesestimmung

Man glaubt es kaum, aber meine Lesestimmung hat am Wochenende einen enormen Sprung gemacht. Vielleicht lag das aber auch daran, dass ich mich ganz bewusst dafür entschieden habe, die Lesezeit in den Garten zu verlegen, statt mich zu Hause auf der Couch dem Risiko auszusetzen, doch wieder den DVD-Player anzuwerfen und Serie zu bingen. Dass die Wahlkinder nicht da waren, kam dieser Entscheidung zu gute, denn sonst komme ich nicht viel zum Lesen, wenn die Kinder um mich herumschwirren, ständig was von mir wollen oder eben auch einfach laut sind. Da spielt meine Konzentration nicht mit, und meistens muss ich die paar Seiten, die ich vielleicht geschafft habe, später noch mal lesen. Jedenfalls war es ein angenehmer Aufwind, den ich sehr genossen habe, die Lektüre hat mich auch wirklich gut unterhalten und ich hoffe, dass ich das am kommenden Wochenende vielleicht noch mal wiederholen kann. Denn auch diese Woche sind wieder einige tolle Bücher eingezogen, auf die ich mich schon sehr freue.

Zitat der Woche

Mit einer Entschuldigung befreien sich Menschen von ihren Schuldgefühlen. Es geht also nur um sie, nicht um denjenigen, dem sie Unrecht getan haben.
(aus „Long Distance Playlist“ von Tara Eglington)

Und sonst so?

Leute, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Nach drei Wochen bin ich nun endlich soweit eingearbeitet, dass ich gewisse Vorgänge von Anfang bis Ende allein bearbeiten kann und nicht bei jedem kleinen Schritt nachfragen muss. Das ist auch gut so, denn mittlerweile trudeln die Aufgaben sehr regelmäßig und sehr schnell ein, sodass ich manchmal kurz innehalten und priorisieren muss. Nächste Woche ist um diese Zeit der erste Monat schon wieder vorbei, und nach einem zugegeben etwas nervenaufreibenden Start komme ich allmählich richtig an.

Apropos nervenaufreibend – gestern ist mir bei einer Fotosession die Kamera aus der Hand gerutscht, weil Lilly mich erschreckt hat, und leider stand der Wassernapf so günstig, dass die Kamera genau dort gelandet ist. Vielleicht war es ihr aber auch einfach zu heiß in der letzten Woche und sie brauchte eine verspätete Abkühlung. Die Fotosession war dann vorbei und ich habe den restlichen Abend damit verbracht, die Kamera soweit wie möglich auseinander zu nehmen. Ob ich sie wieder zusammen gebaut bekomme und ob sie die zwei, drei Sekunden im Wasser überlebt hat, wird sich nächste Woche zeigen. Jetzt darf sie erst mal durchatmen und an der Luft ausgiebig durchtrocknen. Immerhin scheint die Speicherkarte nichts abbekommen zu haben, die ich aber – genauso wie den Akku – sofort rausgenommen habe. So sind zumindest die letzten Fotos gerettet und ich habe noch ein bisschen Stoff für die nächsten Postings in den sozialen Medien.

Generell merke ich, dass ich momentan irgendwie angespannt bin und ein recht dünnes Nervenkostüm habe. Keine Ahnung, woran das liegt. Vielleicht sind im Hinterkopf zu viele Dinge, um die ich mich in nächster Zeit kümmern muss, angefangen bei terminrelevanten Rezensionen über die Steuererklärung (bzw. das Raussuchen der notwendigen Dokumente) und das Durchchecken (lassen) meines Fahrrads bis hin zu ein paar privaten Geschichten, die noch zu klären sind. Außerdem rege ich mich jeden Tag wieder über rücksichtslose Fußgänger und Autofahrer auf, wobei mir der körperliche Ausgleich zur Bildschirmarbeit gut tut, ich das angestaute Adrenalin aber nicht wirklich kontinuierlich abbauen kann.

Mal sehen, wie sich das jetzt alles in den nächsten Tagen entwickelt, vielleicht wird es nächste Woche schon wieder ruhiger in meinem Kopf, dann klappt es bestimmt auch mit dem Lesen wieder besser.

Das waren meine Leselaunen für die aktuelle Woche. Ich hoffe, sie haben euch gefallen und wir sehen uns (spätestens) nächste Woche wieder hier. Würde mich freuen :)

Dieser Beitrag ist Teil 16 von 28 aus der Serie: Leselaunen 2021 | Zeige alle Teile

Teil 1: Leselaunen 2021 #1 – Ein Wiederbelebungsversuch

Teil 2: Leselaunen 2021 #2 – Berufswirrwarr vs. Bingewatching

Teil 3: Leselaunen 2021 #3 – Über richtiges Timing, Wiedereinstieg und Fellnasen

Teil 4: Leselaunen 2021 #4 – Seifenblasenleben auf Zeit?

Teil 5: Leselaunen 2021 #5 – Rückkehr zum multimedialen Lesen

Teil 6: Leselaunen 2021 #6 – Leseflaute und Hörhoch

Teil 7: Leselaunen 2021 #7 – Booknerdproblems hoch zwei

Teil 8: Leselaunen 2021 #8 – Wenn man mehrgleisig fährt

Teil 9: Leselaunen 2021 #9 – wellenförmiges Auf und Ab

Teil 10: Leselaunen 2021 #10 – Leseflaute ahoi!

Teil 11: Leselaunen 2021 #11 – Licht am Leseflautenhorizont

Teil 12: Leselaunen 2021 #12 – Putz- und Schreib- statt Lesemarathon

Teil 13: Leselaunen 2021 #13 – Neuer Monat, neuer Job, neue Lektüre

Teil 14: Leselaunen 2021 #14 – Von Lesewagnissen und Wetterfühligkeiten

Teil 15: Leselaunen 2021 #15 – Müde, müde, müde!

Teil 16: Leselaunen 2021 #16 – Ein leichtes Lesehoch und ein sehr dünnes Nervenkostüm

Teil 17: Leselaunen 2021 #17 – Zum Monatsende noch mal mit Vollgas durchs Bücherregal

Teil 18: Leselaunen 2021 #18 – Schwere Lektüre und schweres Gemüt

Teil 19: Leselaunen 2021 #19 – Zehn Jahre Schattenwege und kein Gewinnspiel

Teil 20: Leselaunen 2021 #20 – Stimmungsachterbahn, aber mit guter Lektüre

Teil 21: Leselaunen 2021 #21 – Manchmal ist Stabilität alles

Teil 22: Leselaunen 2021 #22 – Besuch, Lesezeit, Gesprächsbedarf und ein bisschen Action

Teil 23: Leselaunen 2021 #23 – Hölle, Sex und viel zu realistische Dystopien

Teil 24: Leselaunen 2021 #24 – Instajail, Außendienst und diverse Neuzugänge

Teil 25: Leselaunen 2021 #25 – Produktive Lesezeit und Impfnachwehen

Teil 26: Leselaunen 2021 #26 – Schlagfertige Nerds und schwere Kost

Teil 27: Leselaunen 2021 #27 – Jede Menge Musik und Debüts

Teil 28: Leselaunen 2021 #28 – Keine Lust auf irgendwas


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