Leselaunen 2021 #11 – Licht am Leseflautenhorizont

Die Leselaunen sind eine Aktion, die mittlerweile die liebe Jill vom Letterheart Bücherblog hostet. Bei dieser Aktion geht es darum, die eigene Leselaune einmal die Woche zu reflektieren. Neben der normalen Leseliste ist dies eine schöne Möglichkeit, Stimmungen festzuhalten und den Fortschritt der eventuell vorhandenen Leseplanung zu beobachten. Und es hilft sicherlich auch beim späteren Schreiben der Rezensionen, denn ich gehöre leider nicht zu denjenigen, die sich während des Lesens Notizen machen. Sollte ich mir vielleicht mal angewöhnen.

Aktuelle Lektüre(n)

Nachdem „Dein böses Herz“ von Paul Buderath mich auf den ersten Seiten extrem gut abholen konnte, verlief sich die weitere Story in einem ziemlichen Auf und Ab. Es gab ein paar wirklich starke Kapitel, bei anderen habe ich nur die Augen verdreht. Insgesamt ein recht durchschnittlicher Thriller mit für mich zu vielen „spontanen“ Eingebungen, aber doch ganz nett für zwischendurch. Die ausführliche Rezension dürft ihr nächste Woche erwarten, bis zum 25. ist nämlich noch Sperrfrist.

Auch das Leserundenbuch „Das Haus des Leuchtturmwärters“ von Kathleen Freitag habe ich inzwischen beendet und bin mir noch unschlüssig über mein finales Fazit. Es gab ein paar Dinge, die mich enorm gestört haben, und so ganz war die Geschichte nicht das, was ich erwartet habe. Aber vielleicht bin ich auch einfach nicht die richtige Zielgruppe für diese Art Roman. Auch hier werde ich mich in den nächsten Tagen an die Besprechung setzen, sobald ich die Lektüre ein wenig habe sacken lassen und alle Gedanken sortiert habe.

Für „Wer die Nacht im Herzen trägt“ von Stephanie Mühlsteph darf ich auf Instagram Rep(resentative) sein und habe dementsprechend vor einigen Tagen auch das dazugehörige eBook angefangen. Der Start ist ziemlich ruhig, aber die Grundidee finde ich ganz interessant und nach den ersten hundert Seiten bin ich recht angetan. Ich möchte mir noch kein Urteil erlauben, weil der richtig spannende Teil jetzt erst noch kommt, aber spätestens zum Erscheinungstermin Anfang Juni werdet ihr eine etwas umfassendere Meinung bekommen.

Und schließlich bekommt auch „Geiger“ von Gustaf Skördemann noch eine Chance. Nach dem zweiten gelesenen Abschnitt hatte ich keine großen Ambitionen, überhaupt weiterzulesen, und das Fazit meiner Mitleserin hat mich auch nicht besonders motiviert. Heute habe ich aber den dritten Abschnitt angefangen und bin irgendwie doch wieder im Flow. Da die Rezension bis zum Monatsende stehen muss, werde ich mich wohl am Wochenende viel mit dem Buch beschäftigen.

Momentane Lesestimmung

Die letzten beiden Wochen lief es ja eher schleppend an der Lesefront, aber diese Woche habe ich einen echten Aufwind gespürt. Ich weiß nicht, ob das an den Büchern liegt, zu denen ich gegriffen habe oder auf mich warten, oder ob das Wissen um den bevorstehenden Urlaub mich motiviert hat, aber zwei beendete und zwei aktuell zu lesende Bücher sind kein schlechter Durchschnitt für eine Lesewoche. Ich bin also optimistisch, dass ich den restlichen Mai ebenfalls viel lesen werde und sich noch einiges auf der Leseliste tun wird. Da mich bereits gestern wieder ein dickes Buchpaket erreicht hat und ich morgen zwei weitere erwarte, ist in jedem Fall für ausreichend abwechslungsreichen Nachschub gesorgt. Und dass jetzt anderthalb Wochen ohne jegliche Verpflichtungen vor mir liegen, hilft natürlich auch – denn ich habe vor, die meiste Zeit entweder lesend auf der Couch oder schreibend am Laptop zu verbringen.

Zitat der Woche

„Wenn man in diesem Land seine Ruhe haben will, muss man lernen, die Klappe zu halten. Und seinen Leidenschaften in aller Stille frönen.“
(aus „Das Haus des Leuchtturmwärters“ von Kathleen Freitag)

Und sonst so?

Heute hatte ich meinen letzten Arbeitstag in der aktuellen Firma und dank aufgebauter Überstunden konnte ich sowohl gestern als auch heute schon mittags wieder Feierabend machen. Erstaunlich, wie viel man vom Tag noch hat, wenn man früh loslegt und dann den ganzen Nachmittag und Abend als Freizeit verbuchen kann. Ehrlich gesagt, war ich ganz kurz ein bisschen überfordert und habe heute erst mal drei Stunden Mittagsschlaf eingelegt, als ich nach Hause kam. Es war, bei aller Vorfreude auf den Urlaub, ein seltsames Gefühl, heute ins Büro zu fahren. Dank Corona durfte man maximal zu zwei in unserem Raum sein, und die Verabschiedung war deshalb quasi nicht vorhanden. Es ist eben doch was anderes, wenn man sich nur über den Bildschirm Tschüß sagen kann.

Jetzt freue ich mich aber erstmal auf die anderthalb vor mir liegenden Wochen und bin dann gespannt auf den Neustart im neuen Wirkungskreis. So richtig weiß ich noch nicht, was mich erwartet, außer dass es neue Menschen und neue Aufgaben sein werden, und ich werde mich wohl auch neuen Herausforderungen für den Kopf stellen müssen, da der Einsatzbereich zumindest zum Teil tatsächlich Neuland für mich ist – und ich hab schon viele Stationen in meinem Berufsleben mitgenommen. Es wird in jedem Fall spannend und obwohl sich die Aufregung derzeit noch ziemlich in Grenzen hält, bin ich gespannt, wie das neue Team sein wird und wie schnell ich dort ankommen werde.

Ansonsten warte ich darauf, mich auch bald zu den Leuten zählen zu dürfen, die einen Impftermin haben, denn ehrlich gesagt frustet mich diese ganze Sache momentan ein wenig. Von allen Seiten poltern Bilder von Impfausweisen oder geimpften Schultern auf mich ein, und teilweise haben Freunde und Bekannte schon ihre zweite Dosis bekommen. Wirklich viel ändert sich zwar nicht bezüglich der allgemeinen Einschränkungen, bis auf die Testpflicht, aber dass man sich nicht mehr anstecken kann, dürfte trotzdem ein sehr beruhigendes Gefühl sein. Und es wäre einfach schön, wenn ich nach der Impfung mal wieder zu meiner Familie fahren könnte. Der letzte Besuch war halt auch schon im August, und so langsam wird es doch mal wieder Zeit.

Aber ich bleibe positiv und bin jetzt erst mal glücklich darüber, dass die Außengastronomie dieses Wochenende wieder öffnet. Mal schauen, was mein engster Freundeskreis sagt, vielleicht trifft man sich die Tage dann mal auf ein Kaltgetränk auf dem Spielbudenplatz oder in der Hausbar. Es ist auf jeden Fall ein Fortschritt zu erkennen und ich hoffe, dass die Inzidenzwerte aufgrund der fortschreitenden Impfungen durch die nächsten Lockerungsschritte nicht wieder steigen, sondern weiter zurückgehen und sich ganz langsam wieder ein wenig mehr Normalität einstellt. Wer weiß, vielleicht können wir zum Herbst hin schon wieder mit vorsichtigen Karaoke-Abenden rechnen *fingers crossed*

Das waren meine Leselaunen für die aktuelle Woche. Ich hoffe, sie haben euch gefallen und wir sehen uns (spätestens) nächste Woche wieder hier. Würde mich freuen :)


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