Leselaunen 2021 #12 – Putz- und Schreib- statt Lesemarathon

Die Leselaunen sind eine Aktion, die mittlerweile die liebe Jill vom Letterheart Bücherblog hostet. Bei dieser Aktion geht es darum, die eigene Leselaune einmal die Woche zu reflektieren. Neben der normalen Leseliste ist dies eine schöne Möglichkeit, Stimmungen festzuhalten und den Fortschritt der eventuell vorhandenen Leseplanung zu beobachten. Und es hilft sicherlich auch beim späteren Schreiben der Rezensionen, denn ich gehöre leider nicht zu denjenigen, die sich während des Lesens Notizen machen. Sollte ich mir vielleicht mal angewöhnen.

Aktuelle Lektüre(n)

Anfang der Woche war das Wetter gnädig und ich habe mich spontan entschieden, ein paar erst kürzlich eingezogene Bücher einzupacken und mich ein wenig in den Garten der Wahlfamilie zu setzen und dort zu lesen. Begleitet haben mich „Ein klein wenig anders“ von Claire Alexander, ein wirklich zuckersüßes Kinderbuch darüber, wie toll es sein kann, anders zu sein und einfach mal etwas anders als alle anderen auszuprobieren; der zweite „Böse Brummer“-Band von Falk Holzapfel, auch bekannt als Zapf, von dem mich der erste Teil schon sehr zum Lachen gebracht hat und der zweite mich noch mehr überzeugen konnte; und schließlich habe ich mir auch endlich den zweiten Sonderband von „Cornibus & Co“, in dem die Schöpfer Jochen Till und Raimund Frey ebenfalls einen netten Auftritt haben zu Gemüte führen können. Und wer hier schon länger mitliest, der weiß, dass ich gar nicht viel mehr sagen werde – die Cornibus-Liebe ist einfach so groß, dass sie mir unter die Haut geht.

„Wer die Nacht im Herzen trägt“ von Stephanie Mühlsteph habe ich gestern Abend beendet. Nachdem recht langen Aufbau kam mir die eigentliche Mission extrem kurz vor und die letzten Kapitel fand ich ein wenig überhastet, aber insgesamt habe ich die Geschichte gerne gelesen. Auf eine ausführliche Meinung müsst ihr noch ein paar Tage warten, da der offizielle Erscheinungstermin erst Anfang Juni ist und ich meine Rezension bis dahin noch zurückhalte. Gemein, wie ich bin ;)

Und weil ich anschließend noch nicht schlafen wollte oder konnte, habe ich mir auf dem Tolino direkt das nächste Leserundenbuch „Unser letzter Tag“ von Stefan Suchanka vorgenommen. Viel mehr als den Prolog habe ich dann zwar doch nicht mehr geschafft, bevor mir die Augen zugefallen sind, aber ich freue mich schon aufs Weiterlesen und bin gespannt auf die Umsetzung der recht philosophischen Grundfrage: Was würde man an seinem letzten Tag tun, wenn man sehr sicher und unumstößlich wüsste, dass morgen die Welt untergeht?

Mit „Geiger“ von Gustaf Skördemann bin ich hingegen leider nicht wirklich weitergekommen, obwohl es jeden Abend mit ins Schlafzimmer wandert und dort auf dem Nachttisch auch für das morgendliche Lesen bereit liegt. Inzwischen bin ich auch wieder in der Geschichte drin und ich mag die Entwicklungen der zuletzt gelesenen Seiten, aber irgendwie bin ich derzeit zu hibbelig, um mich wirklich in dieses spezielle Buch fallen zu lassen, das doch einiges an Aufmerksamkeit fordert.

Momentane Lesestimmung

Oh, ich habe große Lust zu lesen, aber der angekündigte Besuch einer Freundin aus Berlin von Samstag bis Montag zwingt mich dazu, meine Wohnung zumindest so weit vorzeigbar zu machen, dass sie nicht sofort rückwärts wieder rausstolpert :D Dementsprechend verbringe ich die meiste Zeit meines Urlaubs damit, ein paar längst überfällige Dinge im Haushalt zu erledigen, die ich bislang wunderbar ignorieren konnte. Trotzdem nehme ich mir zumindest jeden Abend vor dem Einschlafen und jeden Morgen vor dem Aufstehen ein wenig Zeit zum Lesen, und als sich zur Abwechslung mal ein paar Sonnenstrahlen gezeigt haben, saß ich auch mit ein paar „schnellen“ Büchern lesend im Garten. Ich kann also nicht sagen, dass die Lesestimmung schlecht wäre, es ist vielmehr so, dass die Zeit gerade nicht so mitspielt, wie ich es gerne hätte. Schließlich hat der Tag nur 24 Stunden, und irgendwann muss ich auch mal schlafen, ganz besonders weil ich Urlaub habe.

Zitat der Woche

„Es liegt an uns, was wir aus den wenigen Chancen machen, die es (Anmerk.: das Leben) uns gibt.“
(aus „Wer die Nacht im Herzen trägt“ von Stephanie Mühlsteph)

Und sonst so?

Alles wie gehabt. In den letzten Wochen bin ich zwar seltener bei der Wahlfamilie, aber ansonsten hat sich nicht großartig was zur Vorwoche geändert. Bis auf mein weiteres Suchtproblem nach Mangos und Heidelbeeren, von denen derzeit jeden Tag eine große Portion in meinem Magen verschwindet. Das heißt, heute noch nicht, aber noch ist ja ein wenig Zeit, und das lässt sich immer so wunderbar beim Serie-Bingen abends wegsnacken.

Am Sonntag habe ich nach ewigen Zeiten endlich einen echten Schreibmarathon hingelegt und festgestellt, dass mir das Schreiben von ausführlichen Buchkritiken nicht nur echt fehlt, sondern dass der Schreibflow auch von ganz alleine wiederkommt, wenn ich erst mal losgelegt habe und einfach drin bin. Ich sollte wirklich darüber nachdenken, solche Schreibtage wieder regelmäßiger einzulegen. Aber erst mal abwarten, wie der neue Job anläuft und wie viel Energie und Motivation zum Bloggen dann nach Feierabend noch übrigbleibt.

Ich denke, nächste Woche kann ich euch dann mal wieder ein bisschen mehr erzählen, wenn ich den neuen Job angetreten habe und die ersten drei Arbeitstage hinter mir liegen. Jetzt freue ich mich erst mal auf das kommende Wochenende und den Besuch aus Berlin, und bis dahin stehen noch ein paar Punkte auf meiner To-Do-Liste. Deshalb halte ich mich heute eher kurz und krempele gleich noch mal die Ärmel hoch – denn während ich im Wohnzimmer herumwirbele, kann auch ohne Probleme eine Serie laufen. Multitasking for the win :D

Das waren meine Leselaunen für die aktuelle Woche. Ich hoffe, sie haben euch gefallen und wir sehen uns (spätestens) nächste Woche wieder hier. Würde mich freuen :)

Dieser Beitrag ist Teil 12 von 28 aus der Serie: Leselaunen 2021 | Zeige alle Teile

Teil 1: Leselaunen 2021 #1 – Ein Wiederbelebungsversuch

Teil 2: Leselaunen 2021 #2 – Berufswirrwarr vs. Bingewatching

Teil 3: Leselaunen 2021 #3 – Über richtiges Timing, Wiedereinstieg und Fellnasen

Teil 4: Leselaunen 2021 #4 – Seifenblasenleben auf Zeit?

Teil 5: Leselaunen 2021 #5 – Rückkehr zum multimedialen Lesen

Teil 6: Leselaunen 2021 #6 – Leseflaute und Hörhoch

Teil 7: Leselaunen 2021 #7 – Booknerdproblems hoch zwei

Teil 8: Leselaunen 2021 #8 – Wenn man mehrgleisig fährt

Teil 9: Leselaunen 2021 #9 – wellenförmiges Auf und Ab

Teil 10: Leselaunen 2021 #10 – Leseflaute ahoi!

Teil 11: Leselaunen 2021 #11 – Licht am Leseflautenhorizont

Teil 12: Leselaunen 2021 #12 – Putz- und Schreib- statt Lesemarathon

Teil 13: Leselaunen 2021 #13 – Neuer Monat, neuer Job, neue Lektüre

Teil 14: Leselaunen 2021 #14 – Von Lesewagnissen und Wetterfühligkeiten

Teil 15: Leselaunen 2021 #15 – Müde, müde, müde!

Teil 16: Leselaunen 2021 #16 – Ein leichtes Lesehoch und ein sehr dünnes Nervenkostüm

Teil 17: Leselaunen 2021 #17 – Zum Monatsende noch mal mit Vollgas durchs Bücherregal

Teil 18: Leselaunen 2021 #18 – Schwere Lektüre und schweres Gemüt

Teil 19: Leselaunen 2021 #19 – Zehn Jahre Schattenwege und kein Gewinnspiel

Teil 20: Leselaunen 2021 #20 – Stimmungsachterbahn, aber mit guter Lektüre

Teil 21: Leselaunen 2021 #21 – Manchmal ist Stabilität alles

Teil 22: Leselaunen 2021 #22 – Besuch, Lesezeit, Gesprächsbedarf und ein bisschen Action

Teil 23: Leselaunen 2021 #23 – Hölle, Sex und viel zu realistische Dystopien

Teil 24: Leselaunen 2021 #24 – Instajail, Außendienst und diverse Neuzugänge

Teil 25: Leselaunen 2021 #25 – Produktive Lesezeit und Impfnachwehen

Teil 26: Leselaunen 2021 #26 – Schlagfertige Nerds und schwere Kost

Teil 27: Leselaunen 2021 #27 – Jede Menge Musik und Debüts

Teil 28: Leselaunen 2021 #28 – Keine Lust auf irgendwas


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