Backstage: Wenn Bedeutung unter die Haut geht (Teil 4)

Seit Ende September ist das erste Dutzend Tattoos auf meinem Körper vollzählig – höchste Zeit also, euch im vierten Teil dieser Backstage-Reihe mal auf den aktuellen Stand der farbigen Dinge zu bringen. In der letzten Ausgabe habe ich ein kleines Tattoo vorenthalten, weil ich unbedingt die damalige frische Dreier-Kombo zusammen zeigen wollte, aber jetzt führt kein Weg mehr daran vorbei. Auch da mein Ideenfundus für neue konkrete Farbe vorerst erschöpft ist.

Bevor ich aber die drei neuesten Motive zeige und euch natürlich auch ein bisschen was über deren Bedeutung erzähle, könnt ihr euch hier noch mal Teil 1, Teil 2 und Teil 3 anschauen, vor allem diejenigen, die den Rest meiner Tattoo-Geschichte noch nicht kennen ;)

Den heutigen Anfang möchte ich mit einem Tattoo machen, das inzwischen tatsächlich schon fast drei Jahre alt ist. Es wurde nämlich bei meinem letzten Aufenthalt in Los Angeles gestochen, als verspätetes Weihnachtsgeschenk meiner besten Freundin, mit der ich damals zum Weihnachtsfest und Jahreswechsel dort war. Die Idee, uns ein gemeinsames Tattoo stechen zu lassen, hatten wir schon etwas länger, warum dann also nicht in Los Angeles? Das entsprechende Motiv war recht schnell klar – es mussten LA-getreu Engelsflügel sein – und zumindest bei mir war auch die Stelle ziemlich früh festgelegt.
Nun schmückt also seit Januar 2016 jeweils ein Paar Engelsflügel unsere Haut. Bei mir mit dem LA-Zusatz am rechten Knöchel außen, bei meiner besten Freundin am linken Unterarm knapp unter der Ellenbeuge. Viel muss ich zur Begründung dieses Tattoos wahrscheinlich nicht sagen. Wer meine Liebe zu und für Los Angeles immer noch nicht bemerkt hat, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen ;D

Wir bleiben auch gleich in Los Angeles bzw. wechseln zu einer Band, die von dort stammt. Die Rede ist von Linkin Park. Schon lange hatte ich die Idee, mir einen Auszug aus einem Songtext tätowieren zu lassen, denn Linkin Park sind eine der Bands, die mich schon viele, viele Jahre begleiten und mir durch wirklich schwere Zeiten geholfen habe. Ich konnte mich aber nie für einen Titel entscheiden, geschweige denn für eine bestimmte Zeile oder einen bestimmten Vers – sie sind und waren einfach alle so wahr, und mit so vielen verbinde ich ganz persönliche Momente. Aber als sich im Juli 2017 der Frontsänger Chester Bennington das Leben nahm, fiel die Entscheidung dann auf einmal ganz schnell. Es war klar, dass es der Refrain von „One More Light“ werden sollte. Ich war bis heute nicht beim Nachstechen und das Tattoo ist daher nicht perfekt – aber was ist schon perfekt? Vielleicht lasse ich es sogar so. Für Chester. Du fehlst hier.

Tattoo Nummer drei dieses Artikels und das neueste – so frisch, dass jetzt gerade erst der ganze Heilungsjuckreiz endlich abflaut – ist ein Protagonist aus einer Jugendbuchreihe, nämlich „Luzifer Junior“ von Jochen Till. Illustriert wird die Reihe von Raimund Frey, der auf der FBM 2017 auch diesen speziellen Cornibus eigens für mich gezeichnet hat. Allerdings wusste zu diesem Zeitpunkt noch keiner, dass aus dieser Signatur ein Tattoo werden würde. Die Idee kam mir erst später, aber dann ließ sie mich auch nicht mehr los – ich wollte meinen eigenen Cornibus! Cornibus ist ein kleiner, zur Verwandlung fähiger, Schokolade liebender Dämon und ich bin vom allerersten Moment in ihn verliebt. Mögliche optische Ähnlichkeiten zum Schattenwege-Maskottchen Blooky und ernährungstechnische Parallelen sind reiner Zufall.

Und damit ist das erste Dutzend Farbe unter meiner Haut auch schon voll. Jetzt werde ich wohl darüber nachdenken, was ich noch so auf meinem Körper tragen möchte, vielleicht sollte ich zur Abwechslung zu den ganzen Worten auch mal ein paar mehr Bilder aussuchen. Aber ihr wisst ja, dass ich zu all meinen Tattoos eine ganz besondere Bindung und einen persönlichen Bezug habe, also schauen wir mal, wo die Reise noch hingeht :)

Dieser Beitrag ist Teil 28 von 29 aus der Serie: Backstage | Zeige alle Teile

Teil 1: Neue Artikel-Kategorie: „Backstage“

Teil 2: Backstage: Wie viel Glück kann ein Mensch haben?

Teil 3: Backstage: Einmal und nie wieder!

Teil 4: Backstage: Warum mein Herz für Hamburg schlägt

Teil 5: Backstage: Shoppingwahn am Vor-Welttag des Buches

Teil 6: Backstage: Hamburger Nächte

Teil 7: Backstage: Draußen lesen

Teil 8: Backstage: Wenn Bedeutung unter die Haut geht …

Teil 9: Backstage: A Question Of Lust – oder nicht?

Teil 10: Backstage: … Sonntagsgedanken …

Teil 11: Backstage: Jetzt beginnt mein (Lese)Wochenende …

Teil 12: Backstage: Gehaime vor- und nachwhainachtliche Überraschungspost

Teil 13: Backstage: Manchmal gibt’s so Momente …

Teil 14: Backstage: Eine Zugfahrt, die ist lustig …

Teil 15: Backstage: … durch Raum und Zeit und Worte …

Teil 16: Backstage: Interessante Jobangebote im richtigen Moment

Teil 17: Backstage: Wenn Schweigen zur Gewohnheit wird …

Teil 18: Backstage: Wenn eine gemeinsame Reise zu früh endet …

Teil 19: Backstage: „Ich muss mich leider über Dich beschweren.“

Teil 20: Backstage: Wenn Bedeutung unter die Haut geht (Teil 2)

Teil 21: Backstage: Wenn Alpträume nicht nur den Schlaf rauben.

Teil 22: Backstage: Der etwas andere Liebesbrief

Teil 23: Backstage: Warum Schwäche auch eine Stärke sein kann

Teil 24: Backstage: Somewhere over the rainbow

Teil 25: Backstage: Hi, my name is Chase!

Teil 26: Backstage: Wenn Bedeutung unter die Haut geht (Teil 3)

Teil 27: Backstage: Warum ich dieses Mal nicht am #litnetzwerk teilnehme

Teil 28: Backstage: Wenn Bedeutung unter die Haut geht (Teil 4)

Teil 29: Backstage: Sechs Monate, ein Jahr und zwei Leben


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